St. Jakob im Walde – Es ist kaum zu glauben, aber eine prägende Persönlichkeit des heimischen Skilanglaufsports feiert einen besonderen Meilenstein: Otmar Orthofer, vielerorts liebevoll als „Langlaufbaron“ bekannt, begeht seinen 80. Geburtstag.
Als Sektionsleiter des HSV Pinkafeld und Vizepräsident des BSV würdigte ein langjähriger Wegbegleiter die außergewöhnlichen Verdienste Orthofers. Seit Jahrzehnten ist dieser untrennbar mit dem Schilanglaufzentrum in St. Jakob im Walde verbunden. In früheren Jahren, als der Schnee noch verlässlich fiel, waren beste Bedingungen selbstverständlich. Doch mit den zunehmend schneearmen Wintern begann für Orthofer eine neue Herausforderung: Mit unermüdlichem Einsatz – oft sogar mit der Schneeschaufel in der Hand – sicherte er Rennen und Trainingsmöglichkeiten.
Schon damals zeigte sich sein Pioniergeist. Orthofer erkannte früh, dass der Langlaufsport langfristig nur durch technische Beschneiung eine Zukunft haben würde. Gemeinsam mit engagierten Unterstützern setzte er entscheidende Schritte: Der Einsatz von Maschinenschnee und innovativem Snowfarming machte es möglich, den Schilanglaufbetrieb von Dezember bis März auf konstant hohem Niveau zu sichern.
Eine tragende Rolle spielten dabei auch die Familien im Hintergrund. Starke Partnerinnen wie Mitzi bei Otmar, Margret bei Wolfgang Orthofer und Gabi bei Max Gletthofer unterstützten die Visionen und Projekte tatkräftig. So entstand ein einzigartiger Zusammenhalt, der bis heute die Basis des Erfolges bildet.
Auch sportlich bleibt ein besonderes Highlight unvergessen: Beim Stafettvasan 2011 in Schweden trat ein Team rund um Orthofer an und bewältigte die 90 Kilometer mit rund 1000 Höhenmetern in beachtlichen 6:16:26 Stunden. Als Schlussläufer zeigte Orthofer dabei einmal mehr seinen Kampfgeist und seine Leidenschaft für den Sport.
Mit einem Augenzwinkern wurde dem Jubilar anlässlich seines Geburtstags nun ein besonderer Titel verliehen: In Anlehnung an historische Besuche von Adeligen im Gasthaus Orthofer wurde er feierlich zum „Schilanglaufbaron“ erhoben. Als symbolisches Zeichen seiner Naturverbundenheit erhielt er zudem ein handgefertigtes Holzmascherl.
Otmar Orthofer steht wie kaum ein anderer für Einsatz, Weitblick und Leidenschaft im Skilanglauf. Möge er auch weiterhin mit derselben Energie und Begeisterung seinen Weg gehen.